Montag, 20. Juni 2016

W516III: Präziser Kneipensport im Seehotel

Darts German Masters 2016
- Datum: Samstag, 18. Juni 2016 – Beginn: xx.00
- Wettbewerb: Teamwettbewerbe der German Masters (Darts-Wettkampf für Auswahlmannschaften der Landesverbände)
- Ergebnisse: siehe www.deutscherdartverband.de
- Austragungsort: Festsaal des CPH Hotels Seeblick (Kirchheim/ Hessen, Kap. 200 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 150 (überwiegend pausierende Aktive)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Von den Präzisionssportarten eine der sehenswertesten – natürlich am besten wenn richtig Stimmung ist, was hier erwartungsgemäß nicht war) German Masters Darts Photos with English Commentary:
a) Darts: German Championships in Reimboldshausen (Kirchheim/ Hesse), Team Competition
b) Central Hesse: Machtlos, Schloss Herzberg, Eifa, Romrod, Ermenrod, Ruppertenrod, Grünberg, Ehringshausen (Lahn-Dill-Kreis)

Als richtiger Sportfan schaue ich mir auch gerne mal die Darts-WM, die jedes Jahr zwischen den ganzen Werbeblöcken bei „Sport“1 läuft, an: zu einer dieser Weltmeisterschaften hatte ich mir auch mal ein Dartbrett gekauft, dass ich derzeit aber immer nur nutzen kann, wenn ich bei meinen Eltern bin – weil hängt halt dort besser als in meinem derzeitigen Mietzimmer, wo kaum genug Abstand zum Brett eingehalten werden kann… Den Abstand habe ich dort jedenfalls korrekt abgemessen und das Brett auch wettkampfgültig aufgehängt, ich habe auch drei Sätze anständiger Steel-Darts (OK von einem Satz ist nur noch ein Dart übrig, weil der Rest anderen, genau auf diese Pfeile geworfenen Darts zum Opfer gefallen ist) und manchmal werf ich auch 140 oder Bullseye, aber v.a. in der Schlussphase sieht es immer übel aus: kein 170er Finish mit Bullseye, eher bei 40 Rest der Versuch auf Doppel-20, dann 39 Rest, 26 Rest, Doppel-13 drei Mal vorbei, irgendwann 2 Rest, aber 20 und dann Triple-20 statt Doppel-1, nach 15 Pfeilen dann endlich mal die Doppel-1 getroffen… Da ich das Brett direkt auf die Wand gehängt habe, befinden sich auch noch – zu einem guten Teil aber von den noch ungenaueren Würfen meines Vaters verursacht – rund 30 Löcher im Umkreis des Dartbretts an der Wand. Wenn ich in eine größere Wohnung ziehe, nehme ich das Brett mit und bei meinen Eltern kommt ein Bücherregal vor die Wand, damit man die Löcher nicht sieht…

Bei den German Masters hatten die Spieler natürlich nicht solche Probleme: hier wurde auch an gut 50 Boards, die an Aufstellwände mit entsprechenden Schutzvorrichtungen angebracht waren, gespielt. Ausgetragen wurde diese zweitägige deutsche Meisterschaft unweit des Kirchheimer Dreiecks südlich von Kassel in Reimboldshausen, einem Ortsteil von Kirchheim. Am dortigen See befindet sich ein Sport- und Tagungshotel namens CPH Hotel Seeblick. Die Wettkampflocation war allerdings nicht so toll: Seeblick hatte man von der Treppe zum Klo im Erdgeschoss ein bisschen und ansonsten war das ein schmuckloser Festsaal. Warum man auch nicht wie beim Tennis mit dem Centre Court ein Board (oder für den Teamwettbewerb der am Samstag lief, mehrere Boards) gesondert gestellt hat, eine kleine Tribüne dahinter, damit man mal bequem zugucken kann und nicht immer rumlaufen und rumstehen muss, verstehe ich auch nicht. Natürlich waren auch kaum Zuschauer – ein paar Verwandte, Freunde der Spieler halt – da, aber so bekommt man auch keine. Dabei ist Darts „in“ und auch meines Erachtens von den Präzisionssportarten (zumindest zusammen mit Platzbahnkegeln) die ansehenswerteste. German Masters Darts Spielerisch hatten heute zumindest einige Spieler etwas zu bieten: eine 180 habe ich zwar nicht gesehen heute, aber die Fehlwürfe mit 11 oder 8 Punkten aus 3 Darts oder das Gewürge mit 5x3 Darts bis mal endlich der Rest runtergespielt war, waren auch nicht so häufig. Die Atmosphäre war auch schön locker – wobei die im Vergleich zum Platzbahnkegeln nicht ganz so umgänglich war. Aber ich muss mir doch mal trotz der entsprechend hohen Eintrittspreise Profidart mit bekloppten Fans angucken…

Nach dreieinhalb Stunden fliegenden Pfeilen fuhr ich wieder nach Bonn zurück und guckte mir dabei noch etliche Sehenswürdigkeiten im Norden und der Mitte Hessens an: vor allem Dorfkirchen wie in Eifa (dort gibt es aber auch ein spektakuläres Viadukt einer stillgelegten Bahnlinie), Ermenrod, Ruppertenrod und Ehringshausen kamen mir vor die Linse. Außerdem auch das massive Schloss Herzberg und das mit sehr schönen Turmhauben verzierte Schloss Romrod. In Grünberg gab es auch Fachwerk und Stadttürme zu sehen. Machtlos war noch ein weiteres Dorf auf dem Weg: dort musste mal eine Dorfansicht mit Landschaft, alter Bebauung und Ortsschild sein… Romrod Statistik:
- Grounds: 1.653 (1 neuer; diese Saison: 238 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.709 (1; diese Saison: 273)
- Tageskilometer: 430 (430km Auto)
- Saisonkilometer: 59.940 (39.440 Auto, davon 6.450 Mietwagen/ 9.120 Flugzeug/ 8.230 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 2.750 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 52 [letzte Serie: 97, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 516 Wochen.

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